Große Drüsenameise: Gemeinde informiert über invasive Ameisenart
Die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) breitet sich als invasive Ameisenart aus dem Mittelmeerraum zunehmend auch in Hessen aus. Nachdem sie bereits in mehreren Kommunen des Main-Kinzig-Kreises nachgewiesen wurde, möchte die Gemeinde Gründau die Bürgerinnen und Bürger für das Thema sensibilisieren und über mögliche Merkmale informieren.
Die Große Drüsenameise ist vollständig schwarz und zwischen zwei und fünf Millimeter groß. Charakteristisch sind ihre außergewöhnlich breiten Ameisenstraßen mit einer sehr hohen Anzahl an Tieren. Werden die Ameisen gestört oder zerdrückt, verströmen sie einen auffälligen, unangenehmen Geruch.
Problematisch ist vor allem, dass die Art riesige Kolonien mit mehreren Königinnen bildet. Dadurch kann sie Gehwege und Pflasterflächen unterhöhlen sowie technische Anlagen, Kabelschächte oder Verteilerkästen besiedeln. Eine Bekämpfung gestaltet sich aufgrund der Größe der Kolonien häufig schwierig.
Die Verschleppung erfolgt meist unbemerkt über den Handel mit mediterranen Kübelpflanzen und Topfwaren. Die Gemeinde empfiehlt daher, insbesondere Wurzelballen neu gekaufter Pflanzen vor dem Einpflanzen sorgfältig zu kontrollieren.
Wer einen Verdacht auf das Vorkommen der Großen Drüsenameise hat, kann den Fund über den offiziellen Bestimmungsservice des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) anhand eines Fotos überprüfen lassen. Da herkömmliche Hausmittel bei größeren Kolonien in der Regel nicht ausreichen, sollte bei einem Befall oder größeren Schäden eine professionelle Schädlingsbekämpfung hinzugezogen werden.
Eine frühzeitige Erkennung und schnelle Meldung können dazu beitragen, die weitere Ausbreitung der invasiven Ameisenart einzudämmen.